In diesem zweiten Bericht vervollständigen wir den Rückblick auf das jüngst vergangene Festival sowie auf beliebte Performer:innen, die sich in den letzten Jahren als Stammgäste beim ImpulsTanz etabliert haben: Anne Teresa de Keersmaeker und Jan Lauwers’ Needcompany konnten ebenso wie die ImpulsTanz-Newcomerinnen Eun-Me Ahn und Dorothée Munyaneza überzeugen. Bei einigen der Dauergäste fragt man sich aber auch: warum der Hype?
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Seit nunmehr über 25 Jahren bringt La Strada, dieses Festival für Straßenkunst, Figurentheater, Neuen Zirkus und Community Art, Jahr um Jahr neue künstlerische Formen, überraschende Perspektiven und – in der heurigen Ausgabe ganz besonders – ungewöhnliche Angebote zum Mitmachen in die Stadt und einzelne Gemeinden der Umgebung.
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Alles ist da: das mediterrane Flair; die Tabakfabrik; das Gefängnis; das Wachkommando, zu dem der Sergeant Don José gehört; dessen Verlobte Micaëla; ein Stierkampf – und insbesondere Carmens unzügelbarer, selbst durch keine tödliche Prophezeiung zu bremsender Liebes- und Freiheitsdrang. Und trotzdem erzählt Choreograf Enrique Gasa Valga die weltberühmte, in seiner spanischen Heimat spielende Geschichte einer tragisch einseitigen Amour fou völlig anders, ganz neu, mit einer temperamentvoll-ungestümen Tanzversion.
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ImpulsTanz ist alljährlich die sommerliche Tour de Force der Wiener Tanzszene und öffnet auch heuer wieder den Blick auf Vergangenes – die ImpulsTanz Classics – Gegenwärtiges. Aus dem überbordenden Programmangebot habe ich mich diesmal bewusst auf bereits bewährte Formate konzentriert: jene Arbeiten, die längst Tanzgeschichte geschrieben haben und aller Voraussicht nach auch weiterhin schreiben werden.
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Claudia Bosse brachte mit „Evocation of Absent Landscapes“ verwundete Landschaften in Das Weiße Haus, einen Kunstraum in der Wiener Hegelgasse. Die Künstlerin und Choreografin setzt mit der multisensorischen Installation ihre Recherche „haunted landscape/s” mit dem theatercombinat fort. Mit „Evocation of Absent Landscapes“ öffnet Bosse einen begehbaren Ort für abwesende Landschaften, die anziehen und abstoßen, aufreißen und erschüttern. An fünf Terminen wurde die Installation von Künstler:innen, Performer:innen und Forscher:innen aktiviert und verändert.
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Sie ist wieder da: Die legendäre Wiener Ballettbegeisterung. Mit der Gala zu Ehren des “Erfinders” des britischen Balletts, Frederick Ashton, beendete Ballettchefin Alessandra Ferri ihre erste Saison, für die sie und ihre fabelhaften Tänzerinnen und Tänzer nicht enden wollenden Applaus ernteten. Und ich frage mich: Warum haben wir so wenige Ballette dieses Choreografen der Eleganz in Wien gesehen, geschweige denn im Repertoire?
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In Nikolaus Adlers “Pale Blue” kreieren fünf Tänzer:innen 100 bewegte Artefakte, die von den Zuschauer:innen individuell gelesen und gedeutet werden sollen. Dazu lädt der Text ein, den man – so die Aufforderung beim Einlass – sorgfältig lesen soll, bevor man sich seinen Platz sucht. Die Inspiration für das Stück kam von den Golden Records, die 1977 ins Weltall geschickt wurden, um intelligenten, außerirdischen Wesen von der Erde zu erzählen.