Zielstrebig weist eine Hand die Richtung. Ein von Vorsicht, von Resignation, aber gleichzeitig auch von mutiger Offenheit geprägter Blick weist in eine andere. Der Körper scheint zum Flug abheben zu wollen: Jing Hong Okorn-Kuo definiert mehrmals in derart verharrenden Szenen, was sie als Choreografin und Tänzerin zu vermitteln sucht.
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Unter dem programmatisch-ehrgeizigen Titel „New Ballets Russes“ präsentiert Richard Siegal am Staatstheater Nürnberg einen vielfältigen Strawinsky-Doppelabend mit zeitgenössischen Überschreibungen von „Pulcinella“ (Siegal-UA) und „Petruschka“. Auf Satire folgt hier manipulative Zauberei. Und Margarida Neto erobert als Petruschka-Interpretin die Herzen aller Zuschauer. Im Juli kann man die Aufführung noch dreimal erleben.
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Zwei Männer betrachten nachdenklich die Strohhalme, die sie in Händen halten, mit denen sie spielen, die sie über ihre Arme gleiten lassen, brechen, fallen lassen und von denen, die den Gesamtboden bedecken, sie neue aufnehmen. Ihre große Bedachtsamkeit mahnt auch vom Publikum Aufmerksamkeit ein: eine für alltäglich Kleines, Übersehenes, Zartes… Wesentliches!
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Es braucht Mut, Übergänge und Sprünge im Leben anzugehen. Da ist die Angst vor Verlust und die Freude auf Neues. Das Kollektiv Kunststoff nimmt den Übergang vom Kindergarten in die Schule zum Thema, mit all den Herausforderungen und Aufregungen, eingebettet in ein Trainingsszenario zum Aufbruch ins Weltall.
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Ein leerer, hoher Bühnenraum, ein schwarz ausgelegter Boden: Tanz-Solos sollen ihn füllen, beleben. Und sie tun es. Sie erfüllen diesen außergewöhnlichen Aufführungsort im denkmalgeschützten Theaterhaus mit wesentlichen Merkmalen und Erfahrungen ihres Lebens. Krankheitshalber können nur zwei der geplanten drei Programmpunkte gezeigt werden; aber auch diese beiden allein bieten knapp 60 Minuten tänzerischer Dichte, weitgehend Gegensätzliches.
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Als unvollendetes Werk bietet diese Oper eigentlich viel inszenatorische Freiheit. Bekanntlich existiert sie in verschiedenen Versionen aufgrund einer verschlungenen Entstehungsgeschichte. Lotte de Beer entschied sich in ihrer Fassung für einen feministisch- psychoanalytischen Dialog zwischen Hoffmann und seiner Muse. Das kann man zwar so interpretieren, aber es nimmt auch viel vom spielerischen Charme.
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Wie
der eine Uraufführung von Martin Gruber und seinem aktionstheater ensemble, das nun seit über 35 Jahren mit ihren Produktionen Furore macht. Wieder Brachialkomik, Ironie, brutal gebrochen. Wieder eine Paternosterfahrt durch Menschliches. In den ersten Minuten wähnte sich der Kritiker fast eins zu eins bei den Foyergesprächen des Premierenpublikums: komisch, ironisch, pseudo-achtsam. So wird mit der schwangeren Isabella, so aber auch mit den anderen Handelnden, umgegangen.