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Diaghilew im Haus Hofmannsthal

Alfred Oberzaucher
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
25. April 2026

01 Diaghilev23. April 2026: 136 Jahre nach dem ersten Besuch von Sergej Pawlowitsch Diaghilew (1872–1929) in Wien – der damals 18-jährige angehende Student hatte 1890 die Haupt- und Residenzstadt Österreichs zur ersten Station seiner ersten Auslandsreise auserkoren – gab sein Ururgroßneffe, der Bratschist Alexander Sergejewitsch Diaghilew, sein Wiener Solodebüt im Haus Hofmannsthal in der Reisnerstraße. Der Anlass: die szenische Lesung von „Gottes Narr. Nijinsky – Diaghilev – Romola“ von Alex Alexandrov. 

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Ein Wiener Tanzmanifest: Alice Kaluzas NN Tanz

Alfred Oberzaucher
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
09. April 2026

Tanzmanifest1 iconGemeinhin wird das „Concert for Dance“ am 6. Juli 1962 in der New Yorker Judson Memorial Church als Geburtsstunde des Postmodern Dance angesehen. Daran wird nicht gerüttelt, doch wirft man einen Blick auf den eigenen „Wiener Teller“, genauer auf die Galerie nächst St. Stephan, Grünangergasse 1, so kann festgestellt werden, dass dort vor 66 Jahren, am 9. April 1960, mit der Verlesung des Manifests „NN Tanz“ durch die Tänzerin Alice Kaluza und die anschließende Tanzvorführung eine mit den Auffassungen der US-amerikanischen Postmoderne durchaus vergleichbare Initiative gesetzt wurde.

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Edmund de Waal: Du côté de chez McGregor / In McGregors Welt

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
25. März 2026

2 deWaal iconDie nächste Premiere des Wiener Staatsballetts (28. März 2026) vereint drei herausragend choreografisch Schöpfende nicht nur des angloamerikanischen Raums: Die Ikone der Postmoderne, die Amerikanerin Twyla Tharp, deren frech-nonchalanter jazziger Bewegungsstil sich auch in großen Häusern etablieren konnte. In diesen ist ihr junger Landsmann Justin Peck vorwiegend klassisch zu Hause. Im Londoner Covent Garden arbeitet der Engländer Wayne McGregor, seine Ballette werden als „truly of the twentyfirst century“ (Alastair Macaulay) gefeiert. Der Fokus der folgenden Ausführungen soll jedoch auf jenem Künstler liegen, der für die Dekoration von McGregors Stück „Yugen“ verantwortlich ist: Edmund de Waal.

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Ludwig Minkus oder Die Stunde der Performer

Oliver Peter Graber
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
23. März 2026

Minkus icon„Doch erlebt man 2026 wohl ein Minkus-Jahr?“ So fragte der Autor dieses Artikels 2014 in einem Plakattext des Wiener Staatsballetts zur von ihm angeregten und kuratierten Ausstellung LUDWIG MINKUS. Wiener, Weltstar, Don Quixote, die als erste und zugleich einzige dem Ballett gewidmete vom 19. März 2014 bis zu dessen endgültigen Schließung im Staatsopernmuseum zu sehen war. Leider wurde die gleich im Anschluss im selben Text getroffene damalige Einschätzung „Die Antwort ist ernüchternd“ nicht enttäuscht: Ein Minkus-Jahr sucht man nicht nur in seiner Heimatstadt Wien ebenso vergeblich, wie international deutlich sichtbare Feiern zum 200. Geburtstag eines Komponisten, der auszog, die Ballettwelt zu erobern. 

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Renato Zanella – ein „Wiener“ Italiener in Neapel

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
13. Februar 2026

2 NeapelDie „frohe Botschaft“, die nicht nur das tanzinteressierte Wien kurz nach Weihnachten erreichte, lautete: Renato Zanella, von 1995 bis 2005 Ballettdirektor an der Wiener Staatsoper, übernimmt – wirksam schon mit dem Beginn des Jahres 2026 – die Leitung des so traditionsreichen Ballettensembles des Teatro San Carlo in Neapel! Damit findet nicht nur der „Wiener“ Italiener einen neuen, ihm adäquaten Wirkungsbereich, damit wird auch die seit Jahrhunderten so erfolgreiche (Ballett-)Achse Wien–Neapel fortgeführt. 

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Funktionen des Tanzens in Johann Strauss’ Operetten (Teil II)

Marion Linhardt
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
29. Januar 2026

Wien Museum, Inventarnummer W 6207Es sind nicht zuletzt die Tanzszenen, die in Strauss’ Operetten historische, national-regionale und soziale Konstellationen charakterisieren, die also der Couleur locale bzw. der Couleur du temps dienen und gesellschaftliche Konventionen reflektieren. Stände bzw. soziale Schichten werden über die von ihnen gepflegten Tanzformen gekennzeichnet, kulturelle Traditionen zumal volkstümlicher Ausprägung über Bezugnahmen auf tanzmusikalische Eigenheiten dieser oder jener Region aufgerufen. 

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Funktionen des Tanzens in Johann Strauss’ Operetten (Teil I)

Marion Linhardt
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
25. Januar 2026

BildI 2 iconIm Rahmen des Festjahres anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss Sohn bot die seit 2004 bestehende Veranstaltungsreihe „Tanz-Signale“ des Wiener Instituts für Strauss-Forschung (WISF) 2025 ein wissenschaftlich und künstlerisch besonders breit gefächertes Programm unter dem Stichwort „Phänomen Strauss“. Marion Linhardt widmete sich den bisher in der Forschung kaum beachteten Tanzszenen in Strauss’ Operetten. In diesen Szenen zeigt sich eine stilistische Anbindung an ein ganzes Spektrum von Tanzpraktiken zwischen historischen Gesellschaftstänzen, dem Handlungsballett des 19. Jahrhunderts und der aufkommenden Varietéästhetik. 

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Eva Sacher-Masoch – a life split in half

Philip Ward
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
15. Dezember 2025

SacherMasoch02 iconIn 2013 the BBC broadcast a programme in its popular TV series “Who Do You Think You Are?” In the series, celebrities are invited to delve into their family histories, guided by expert genealogists and subject specialists. The programme[1] featured the singer and actress Marianne Faithfull and threw a spotlight on Marianne’s late mother Eva, who had pursued a career as a dancer in Germany and Austria before the Second World War. Much new information came to light, thanks to the BBC’s researches, and more has emerged since. 

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Johann Strauss’ Ballett „Aschenbrödel“ 1901–2025

Alfred Oberzaucher
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
18. November 2025

w 02 Aschenbroedel IconAm 29. November 2025 gelangt in der Volksoper Wien die Märchenoperette „Aschenbrödels Traum“ von Axel Ranisch (Libretto) und Martina Eisenreich (Komposition) zur Uraufführung. In dem auf mehreren Zeitebenen angesiedelten Werk wird eine fiktive Entstehungsgeschichte des unvollendet nachgelassenen Balletts „Aschenbrödel“ von Johann Strauss geschildert. Als „heimliche“ Verfasserin des Ballettlibrettos für Strauss wird in dieser Operette die in der Wiener Literaturszene um 1900 als Stenografin und „Typewriterin“ tätige Ida Grünwald gesehen. 

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  1. Johann Strauss: Walzer in Performance!
  2. Dritte? Vierte? Achte? Oder sogar Siebzehnte? 
  3. MAK: „Feministischer Ausdruckstanz im Plakat 1900–1933“
  4. Apropos „Tannhäuser“ – Pariser Fassung 
  5. 10 Jahre „Wiener Tanzgeschichten“

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