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Renato Zanella – ein „Wiener“ Italiener in Neapel

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
13. Februar 2026

2 NeapelDie „frohe Botschaft“, die nicht nur das tanzinteressierte Wien kurz nach Weihnachten erreichte, lautete: Renato Zanella, von 1995 bis 2005 Ballettdirektor an der Wiener Staatsoper, übernimmt – wirksam schon mit dem Beginn des Jahres 2026 – die Leitung des so traditionsreichen Ballettensembles des Teatro San Carlo in Neapel! Damit findet nicht nur der „Wiener“ Italiener einen neuen, ihm adäquaten Wirkungsbereich, damit wird auch die seit Jahrhunderten so erfolgreiche (Ballett-)Achse Wien–Neapel fortgeführt. 

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Funktionen des Tanzens in Johann Strauss’ Operetten (Teil II)

Marion Linhardt
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
29. Januar 2026

Wien Museum, Inventarnummer W 6207Es sind nicht zuletzt die Tanzszenen, die in Strauss’ Operetten historische, national-regionale und soziale Konstellationen charakterisieren, die also der Couleur locale bzw. der Couleur du temps dienen und gesellschaftliche Konventionen reflektieren. Stände bzw. soziale Schichten werden über die von ihnen gepflegten Tanzformen gekennzeichnet, kulturelle Traditionen zumal volkstümlicher Ausprägung über Bezugnahmen auf tanzmusikalische Eigenheiten dieser oder jener Region aufgerufen. 

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Funktionen des Tanzens in Johann Strauss’ Operetten (Teil I)

Marion Linhardt
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
25. Januar 2026

BildI 2 iconIm Rahmen des Festjahres anlässlich des 200. Geburtstags von Johann Strauss Sohn bot die seit 2004 bestehende Veranstaltungsreihe „Tanz-Signale“ des Wiener Instituts für Strauss-Forschung (WISF) 2025 ein wissenschaftlich und künstlerisch besonders breit gefächertes Programm unter dem Stichwort „Phänomen Strauss“. Marion Linhardt widmete sich den bisher in der Forschung kaum beachteten Tanzszenen in Strauss’ Operetten. In diesen Szenen zeigt sich eine stilistische Anbindung an ein ganzes Spektrum von Tanzpraktiken zwischen historischen Gesellschaftstänzen, dem Handlungsballett des 19. Jahrhunderts und der aufkommenden Varietéästhetik. 

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Eva Sacher-Masoch – a life split in half

Philip Ward
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
15. Dezember 2025

SacherMasoch02 iconIn 2013 the BBC broadcast a programme in its popular TV series “Who Do You Think You Are?” In the series, celebrities are invited to delve into their family histories, guided by expert genealogists and subject specialists. The programme[1] featured the singer and actress Marianne Faithfull and threw a spotlight on Marianne’s late mother Eva, who had pursued a career as a dancer in Germany and Austria before the Second World War. Much new information came to light, thanks to the BBC’s researches, and more has emerged since. 

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Johann Strauss’ Ballett „Aschenbrödel“ 1901–2025

Alfred Oberzaucher
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
18. November 2025

w 02 Aschenbroedel IconAm 29. November 2025 gelangt in der Volksoper Wien die Märchenoperette „Aschenbrödels Traum“ von Axel Ranisch (Libretto) und Martina Eisenreich (Komposition) zur Uraufführung. In dem auf mehreren Zeitebenen angesiedelten Werk wird eine fiktive Entstehungsgeschichte des unvollendet nachgelassenen Balletts „Aschenbrödel“ von Johann Strauss geschildert. Als „heimliche“ Verfasserin des Ballettlibrettos für Strauss wird in dieser Operette die in der Wiener Literaturszene um 1900 als Stenografin und „Typewriterin“ tätige Ida Grünwald gesehen. 

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Johann Strauss: Walzer in Performance!

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
24. Oktober 2025

Strauss Kopf1Zur Wiederkehr des 200. Geburtstags von Johann Strauss Sohn erscheint der Aufsatzband jener Ringvorlesung „Strauss-Topographien: Klang | Raum | Wien“, die aus Anlass des Jubiläums vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien im Sommersemester 2025 abgehaltenen wurde. Das von Isabella Sommer herausgegebene Buch vereint die dabei gehaltenen Vorträge. Unter dem Titel „In den so unterschiedlichen Tanzräumen von Johann Strauss: Vor allem körperliche Bewegung!“ versucht die Autorin des Nachstehenden das – unter anderem auch – bewegungsgestaltende Phänomen Johann Strauss zu ergründen. 

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Dritte? Vierte? Achte? Oder sogar Siebzehnte? 

Alfred Oberzaucher
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
08. Oktober 2025

vorhang webSeit Alessandra Ferris Amtsantritt als Direktorin des Wiener Staatsballetts am 1. September 2025 werden immer wieder Antworten auf die brennende Frage gegeben, die wievielte Frau in dieser Position sie denn sei. Schon im Vorfeld und kurz nach der ersten Vorstellung in ihrer Amtszeit konnte man wiederholt in Printmedien lesen, Alessandra Ferri sei nach Erika Hanka und Elena Tschernischova die dritte Frau in dieser Position. In einer Internet-Publikation wurde behauptet, sie habe drei Vorgängerinnen gehabt: Hanka, Tschernischova und Anne Woolliams. „tanznetz.“ aber nannte vor wenigen Tagen die Zahl Acht. 

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MAK: „Feministischer Ausdruckstanz im Plakat 1900–1933“

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
11. Juli 2025

                                Das Wiener Museum für angewandte Kunst (MAK) nützt in seiner Ausstellung „Johann Strauss: Rausch und Ekstase. Feministischer Ausdruckstanz im Plakat 1900–1933“ die Gunst der Stunde, indem es die Kunst des Jahresregenten Strauss, das heißt also seine Musik, mit Exponaten seiner Tanzplakatsammlung in Zusammenhang bringt! In der kleinen aber umso feineren Ausstellung werden Vertreterinnen der Wiener Tanzmoderne gezeigt, deren oft rauschhafte Kunst sich (auch) in der neuen Interpretation von Walzern manifestierte. Der Walzer stellte dabei zuweilen eine Brücke zwischen der traditionellen Funktion der Musik im Tanz des 19. Jahrhunderts und seiner neuen Aufgabe in der Tanzmoderne dar.

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Apropos „Tannhäuser“ – Pariser Fassung 

Gunhild Oberzaucher-Schüller
Hauptkategorie: Wiener Tanzgeschichten
25. Juni 2025

02 icon Wagner webHat man die Absicht, sich dem „Venusberg-Bacchanal“ in „Tannhäuser“ (Paris 1861) aus balletthistorischer Sicht zu nähern, sieht man sich unversehens einer vielarmigen Hydra gegenüber. Jeder Arm des Monsters vertritt eine der so verschieden ausgerichteten Interessensgruppen in Sachen des Komponisten Richard Wagner. Hat man sich einmal mit einiger Mühe zwischen Skylla und Charybdis der Sachlage – um eine weitere Metapher der griechischen Mythologie zu bemühen – durchgekämpft, kommt man zu der doch überraschenden Erkenntnis: Nicht nur haben sich fast alle namhaften ChoreografInnen mit dieser Ballettszene auseinandergesetzt, deren Aneinanderreihung ergibt auch ein Panorama der so verschiedenen ästhetischen und stilistischen Tanzrichtungen von mehr als 160 Jahren! 

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  1. 10 Jahre „Wiener Tanzgeschichten“
  2. Apropos „Pathétique“
  3. Für Fanny Elßler „mit der Sonn und ’n Mond Tschinelln schlagn“
  4. Zwei „klassische“ Wiener in New York: Ruth Sobotka und Eric Braun
  5. „Du lieber Gott, wie ich den Tanz verstehe!“ (Franz Kafka, 1913)

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